Bulle der Christlich-Vaterländischen Jugend zur Präsidentenwahl |
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Als katholische Jugendorganisation müssen wir gestehen, daß wir anfangs unsere Zweifel über die Kandidatin Bendita hatten. Schließlich schien sie das heilige Sakrament der Ehe entweiht zu haben. Sie lebt bereits mir ihrem zweiten Ehemanne zusammen. Jedoch, wir wollten nicht voreilig sein. Schließlich sprach der Herr: "Richtet nicht, dann werdet auch ihr nicht gerichtet werden. Verurteilt nicht, dann werdet auch ihr nicht verurteilt werden. Erlaßt einander die Schuld, dann wird auch euch die Schuld erlassen werden." (Luk, 6,37)
Aber es heißt auch in der heiligen Schrift: "Wer eine Frau heiratet, die aus der Ehe entlassen worden ist, begeht Ehebruch." (Mat, 5,32) Unsere Zweifel am rechten Lebenswandel von Frau Bendita wurden jedoch ausgeräumt, seit wir erfahren haben, daß seine Heiligkeit, der heilige Vater, die erste Ehe von Frau Bendita, mit dem von Gott ausgestatteten Recht des Stellvertreter Gottes auf Erden annulliert hat. Damit ist die zuerst im Irrtume geschlossene Ehe vor Gott und den Menschen getilgt, hat nie existiert und ist insoferne als null und nichtig zu betrachten. Da lediglich die heilige römisch-katholische Kirche über einen direkten Nachfolger Petri verfügt, den Felsen des Herrn in den Stürmen des Ozeans der heidnischen Welt, muß für alle wahren Christen des Erdballes klar sein, daß diese Entscheidung des heiligen Vaters, dessen Unfehlbarkeit auf dem 1. Vatikanischen Konzil unter Pius dem IX. auch von all jenen Kardinälen bestätigt wurde, die nicht zu den Häretikern der sogenannten altkatholischen Kirche zählten, dem weisen Ratschluß Gottes folgt und nicht in Frage gestellt werden darf. Unsere letzten Bedenken hegten wir angesichts des Verdachtes, daß die nie gültig geschlossene Ehe Frau Benditas entgegen der katholischen Moral- und Sittenlehre vielleicht doch vollzogen worden sein könnte. Da es sich dabei aber ja nicht um eine Ehe handelte, würde dies bedeuten, daß sich die Kandidatin mit unzüchtigen Handlungen befleckt hätte. Allein auch dieser Verdacht stellte sich durch die postkoitale Restitution der Virginität durch die Annullierung der Ehe durch den heiligen Stuhl als falsche Verdächtigung heraus. Wer allein schon das unschuldige Lächeln und den verklärten Blick Benditas ansieht, weiß, daß mit ihr die Unschuld in die österreichische Politik zurückkehren wird. Der politische Katholizismus wird mit Bendita eine Position zurückgewinnen, wie er sie seit der glorreichen Zeit der Vaterländischen Front nicht mehr hatte. Deshalb rufen auch wir, nach der eingehenden Prüfung des sittlichen Lebenswandels Benditas, zur Wahl für den christlichen Weg in Österreich auf. Mit dieser Präsidentin können wir auch zuversichtlich sein, daß in der neuen Verfassung nicht der französischen Revolution gehuldigt wird, daß in Österreich endlich mit dem Multikulti-Unsinn Schluß gemacht wird und in der Verfassung festgehalten wird, daß dies ein katholisches Land ist und die Gesetze der römisch-katholischen Kirche der Leitfaden aller Politik sein müssen. CVJÖ (Christlich-Vaterländische Jugend Österreichs) |
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